Requiescat in pace - Frl. Maria Heigl - Die verborgene Pionierin von Jaidhof

20. September 2021
Quelle: Distrikt Österreich

Am Sonntag, 5. September 2021 verstarb in den frühen Nachmittagsstunden, versehen mit den Sterbesakramenten, Fräulein Maria Heigl, Terziarin der Priesterbruderschaft St. Pius X., im 97. Lebensjahr stehend. Wie kaum jemand anderer ist sie mit der Geschichte der Priesterbruderschaft in Österreich, mit Schloss Jaidhof, dem Distriktsitz verbunden. Eine der treuesten Seelen, eine der eifrigsten und unermüdlichsten Frauen, die ihr Leben ganz für Jesus und seine Kirche hingegeben haben, hat den irdischen Lauf vollendet.

Am Freitag, 9. September hielt P. Georg Pfluger mit dem Distriktoberen und dem Prior von Jaidhof als Leviten das feierliche Requiem und die anschließende Beerdigung. P. Pfluger war in den 80er Jahren der erste Priester der Bruderschaft, der mit Frl. Heigl Kontakt aufgenommen hatte, er war auch der letzte, der vor ihrem Tod bei ihr war. In seiner Predigt betonte er nach einer kurzen Rückschau auf ihr langes Leben, besonders ihre Arbeitsamkeit, den unermüdlichen Dienst in Jaidhof, sodann ihre stille Verborgenheit und Hingabe, vor allem auch ihre Liebe zur Hl. Messe und ihr tiefes geistliches Leben. Eine Anzahl von Priestern, Brüdern, Ordensschwestern nahmen neben Gläubigen aus Jaidhof an der Beerdigung teil.

Maria Heigl stieß in der Frühzeit der Bruderschaft in Österreich in der Kapelle St. Severin in Enns bei der Familie Walderdorff zur überlieferten Heiligen Messe, die ihr einige Jahre so sehr gefehlt hatte, zur katholischen Tradition. Nach ihrer Pensionierung hatte sie noch über 35 Jahre bis vor wenigen Wochen unermüdlich in Jaidhof gearbeitet, als Köchin, Näherin, Wäscherin, Gärtnerin, Bauarbeiterin, es gibt fast keinen Dienst, den sie nicht getan hätte. Ein vorbildliches, stilles und im besten Sinne hingebungsvolles Leben ist zu Ende. Wir danken Frl. Maria Heigl aus ganzem Herzen für alles, was sie für uns gebetet, geopfert und jahrzehntelang gewirkt hat.