Primiz in der Wiener Minoritenkirche

09. Juli 2022
Quelle: fsspx.news

Am Sonntag, den 3. Juli 2022 fand in der Wiener Minoritenkirche eine feierliche Primiz statt. P. Antoni Myśliński aus Polen, der erst am Tag zuvor in Zaitzkofen zum Priester geweiht worden war, brachte in Wien sein erstes Heiliges Messopfer dar. Dieser Tag ist zweifelsohne ein ganz besonderer Tag im Leben eines jungen Priesters. Bei dieser Primizfeier war für die Wiener Gläubigen auch eine der seltenen Gelegenheiten, den prächtigen grünen Ornat aus dem 18. Jahrhundert zu bewundern, den Zelebrant, Diakon und Subdiakon zu diesem besonderen Anlass trugen.

In seiner Primizpredigt betonte P.  Szymon Banka die Schönheit und Würde des Priesterberufes, wies aber auch sehr nachdrücklich auf die Schwierigkeiten hin, die dieser Beruf ganz besonders in unseren Tagen mit sich bringt. Diesen Schwierigkeiten darf niemand ausweichen, sich ihnen zu stellen und sie – getragen durch Gebet und Opfer - zu meistern, ebnet den Weg in den Himmel.

Nach dem feierlichen Hochamt spendete P. Myśliński den Primizsegen. Viele Gläubige standen lange Zeit geduldig in der Reihe, um diesen ganz besonderen Segen zu empfangen. Die Menschen der früheren Generationen, denen die übernatürlichen Gnaden noch mehr bewusst waren,  kannten die Besonderheit dieses Segens. So war auch im Volksmund der Spruch entstanden, dass es sich lohne, einen so weiten Weg für einen Primizsegen auf sich zu nehmen, dass man sich dabei sogar beide Schuhsohlen ablaufe.

Unter den Arkaden der Minoritenkriche gab es nach der Feier noch ein geselliges Beisammensein bei einem Imbiss.

Wir wünschen dem Primizianten Gottes reichsten Segen für sein Wirken als Priester und empfehlen ihn ganz besonders dem Schutz und der Fürsprache der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria!