Jugendverband kritisiert „Synodalen Weg“

30 Januar, 2020
Quelle: Distrikt Deutschland

Die Katholische Jugendbewegung macht sich Sorgen um den von der Deutschen Bischofskonferenz und dem sogenannten Zentralkomitee Deutscher Katholiken eingeleiteten Synodalen Weg. Die Jugendlichen befürchten, dass die grundlegenden katholischen Elemente einer Anpassung an den Zeitgeist geopfert werden und die deutsche katholische Kirche sich immer weiter dem Protestantismus annähert, dem die Gläubigen in Scharen davonlaufen.

Die Katholische Jugendbewegung hat dazu einen „Synodalen Weckruf“ veröffentlichen, den wir hier dokumentieren:

 

Synodaler Weckruf!


Die Deutsche Bischofskonferenz setzt sich mit kirchlichen Laienverbänden wie dem Zentralkomitee deutscher Katholiken (ZdK) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für den synodalen Weg an einen Tisch. In den kommenden zwei Jahren diskutieren 230 Teilnehmer in vier Foren über Frauenpriestertum, Zölibat, Sexualmoral und Gewaltenteilung. Geht es nach dem ZdK – Sie ahnen es – sollen diese urkatholischen Bastionen fallen. Diese Ziele werden sogar unverhohlen  auf der eigenen Website propagiert!

Doch was bleibt von der Katholischen Kirche, wenn elementare Bestandteile der DNA dem Zeitgeist geopfert werden? Aus Rom kommen Warnrufe für diesen Alleingang, die aber nicht gehört werden wollen. Ganz in diesem anti-kirchlichen Sinne sagte Reinhard Kardinal Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, bereits 2015: „Wir sind keine Filialen von Rom.“

Daher der dringliche Aufruf der Katholischen Jugendbewegung (KJB): „Bitte schreibt eine E-Mail an die Mitglieder der Synodalversammlung und fordert sie auf, der wahren Lehre Christi und der römisch-katholischen Kirche treu zu bleiben, den falschen Forderungen nicht nachzugeben und so ein Schisma der Kirche in Deutschland zu verhindern.“

Dafür werden  hier die Umstände des „Synodalen Wegs“ und Gegenargumente prägnant skizziert sowie die öffentlichen Mailadressen der Teilnehmer gelistet. Unterstützen Sie die Initiative, auch wenn die Aussicht auf Erfolg gering scheint – vollkommen tatenlos der Selbstzerstörung der Kirche zuzusehen ist keine Alternative!

 

Stellungnahme des KJB-Jugendpriesters H.H. Pater Fabian Reiser:

„Es ist zum Weinen, wenn man sieht, wie unsere geliebte Kirche systematisch zerstört wird. Aber Gott wird das nicht gänzlich zulassen. Ich denke dabei an das Paulus-Zitat: Wenn Gott für uns ist, wer ist dann gegen uns? (Röm 8,31)“


Die Katholische Jugendbewegung (KJB) ist eine Vereinigung junger Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Sie weiß sich als Werk der Kirche zur Mitarbeit beim Aufbau beziehungsweise Wiederaufbau einer christlichen Gesellschaft berufen. Die KJB wurde von der Priesterbruderschaft St. Pius X. ins Leben gerufen und steht unter ihrer Führung. In Deutschland ist die Bewegung in 20 Ortsgruppen mit rund 500 Jugendlichen vertreten.