Die Herkulesarbeit an der Basilika der Heiligen Familie wird fortgesetzt

24. Februar 2021
Quelle: fsspx.news

Mit dem Jahr 2021 beginnt eine neue Phase der Bauarbeiten an der weltberühmten Basilika der „Sagrada Familia“.  Wenn alles nach Plan läuft, wird dieses Wahrzeichen Barcelonas (Spanien) – das Gebäude, das vor der Covid-19 Epidemie weltweit an sechster Stelle lag, was die Besucherzahlen betrifft – aller Voraussicht nach im Jahr 2026 fertiggestellt werden, ein Jahrhundert nach dem Tod ihres ersten Architekten.

Am 25. Januar 2021 war die Betriebsamkeit zu Füßen des gigantischen Gebäudes ungewöhnlich. Die Bauarbeiten wurden wieder aufgenommen, und diese konzentrieren sich nun besonders auf den Turm der Jungfrau. Seine endgültige Höhe soll 138 Meter betragen und damit ist er der zweithöchste Turm in dem noch unvollendeten Kirchenbau, dessen höchste Spitze 172 Meter in den Himmel ragen soll. 

Die Hauptelemente des Turms stehen schon, nur der Spitzenbereich fehlt.  Die Turmspitze soll die gigantischen Dimensionen des Gebäudes widerspiegeln und zugleich krönen: eine sechs Meter hohe Steinkuppel, die in zwölf schmiedeeisernen Sternen endet; darüber eine 18 Meter hohe Hyperboloidkonstruktion, die die Form einer Laterne imitiert, bedeckt mit  blauen und weißen Mosaiken, den Farben der Muttergottes. Diese „Laterne“ soll in drei Armen auslaufen, die einen imposanten zwölfzackigen Stern aus strukturiertem Glas mit einem Durchmesser von 7,5 Metern tragen, der von innen beleuchtet werden soll.

Nach den Prognosen der Architekten soll der Turm der Jungfrau mit Ende 2021 fertiggestellt sein, insofern der SARS-Cov-2-Virus dies zulässt. Im vergangenen Jahr mussten nämlich die Arbeiten aufgrund der chaotischen Zustände infolge der Pandemie für mehr als drei Monate unterbrochen werden. Zurzeit fehlen noch etliche Bauelemente der 25 Meter hohen Turmspitze, die von dem beleuchteten zwölfzackigen Stern gekrönt werden soll. Der Countdown läuft, denn die Erzdiözese Barcelona beabsichtigt, die Arbeiten an dem Kirchenbau im Jahr 2026, also genau hundert Jahre nach dem Tod des Vaters dieser allegorischen Basilika Kataloniens, Antoni Gaudi, abzuschließen.

Die Grundsteinlegung der Kirche, der Heiligen Familie geweiht und der Sühne wegen der Sünden, die gegen Gott und Seine Kirche begangen werden, gewidmet, erfolgte im Jahr 1882. Diese Dedikation des Kirchenbaus genügte, um sich den Zorn der linken Parteien zuzuziehen. Glücklicherweise ermöglichte jedoch die Einstufung der Basilika als Weltkulturerbe durch die UNESCO den dauerhaften Schutz des Gebäudes. 

Die „Sagrada Familia“ war ein Projekt, das ursprünglich vom Architekten Francesco de Paula Villar in Auftrag gegeben wurde, ein Jahr später wurde der junge Gaudi – ein Künstler, der für seine Frömmigkeit und Askese bekannt war - beauftragt, die Arbeit fortzusetzen, der er sich bis zum Tag seines Unfalltodes, am 10. Juni 1926, widmete. Der berühmte Architekt, wurde von einer Straßenbahn erfasst, als er zur Kirche des heiligen Philipp Neri unterwegs war, um dort die Beichte abzulegen. Nach dreitägigem Krankenhausaufenthalt verstarb er. In einem einzigartigen Stil, den Kunsthistoriker der Iberischen Halbinsel als „katalanische Moderne“ bezeichnen, mischt die Sagrada Familia neugotische Elemente mit schwindelerregenden asymmetrischen Formen, bei denen alles einen tiefen symbolischen Sinn beinhaltet.