Coronavirus: Präventionsmaßnahmen

19. März 2020
Quelle: Distrikt Österreich

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hält sich an die beschlossenen Vorgaben der Bundes- bzw. Landesregierung zu den Corona-Präventionsmaßnahmen.

Folgende Maßnahmen gelten in allen Prioraten und Gotteshäusern der FSSPX in Österreich:

  • Die öffentlichen Gottesdienste der FSSPX in Österreich werden bis auf weiteres ausgesetzt. Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht befreit.
     
  • Die Priester im Distrikt werden also ihre hl. Messe jeden Morgen privat zelebrieren, aber Ihre Anliegen ganz besonders einschließen. Sie können sich am besten mit diesen heiligen Messen verbinden, wenn Sie zu den üblichen Zeiten zu Hause die Messtexte lesen und eine geistige Kommunion machen. (https://fsspx.at/geistige-kommunion)
     
  • Wo unsere Kirchen und Kapellen tagsüber geöffnet sind, bleiben sie weiterhin für das private Gebet geöffnet. Man achte bitte darauf, voneinander den nötigen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter einzuhalten.
     
  • Die Priester stehen Ihnen, soweit die Umstände es erlauben, für die Spendung der hl. Sakramente und seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung. Am besten vereinbaren Sie bei Bedarf telefonisch einen Termin.
     
  • Sie können die Gottesdienste auch medial mitverfolgen. Es wird ein zentraler Livestream aus unserem Priesterseminar in Zaitzkofen eingerichtet. (https://fsspx.at/gottesdienste-online)

Wir beklagen diese schmerzlichen Einschränkungen. Öffentliche Messen unter hygienisch korrekten Bedingungen müssten weiterhin erlaubt sein. Gerade in Zeiten der Not brauchen die Gläubigen die Kraft der hl. Messe. Doch Gott schenkt in außerordentlichen Zeiten auch außerordentliche Gnaden. Wer im Gebet und durch geistige Teilnahme am hl. Messopfer sich mit Unserem Herrn Jesus Christus und seiner heiligsten Mutter vereinigt, wird gewiss ein überschwängliches Maß an Gnade empfangen. „Darum sage ich euch: Alles, was ihr erbittet und erbetet, glaubt nur, dass ihr es erhalten habt, so wird es euch zuteil werden“ (Mk 11,24). „Ihm aber, der durch seine wirksame Kraft in uns weit, weit mehr als alles, was wir erbitten und denken können, zu tun vermag, Ihm sei Ehre … durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen" (Eph 3,20f). „Allmächtiger ewiger Gott, du gibst im Übermaß deiner Liebe den Flehenden mehr, als sie verdienen, und mehr, als sie erbeten, so gieße denn über uns deine Barmherzigkeit aus: nimm weg, was das Gewissen bangen macht, und schenk, was das Gebet nicht zu bitten wagt“ (Oration vom 5. Sonntag nach Pfingsten).

Die erlassenen staatlichen Verordnungen sind Vorsichtsmaßnahmen, die der Ausbreitung der Epidemie entgegenwirken sollen. Der Staat hat grundsätzlich das Recht, Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen. Der Umstand, dass man die Gefahrenlage eventuell anders einschätzt, entbindet nicht vom zivilen Gehorsam: „Ein jeder soll sich der obrigkeitlichen Gewalt unterordnen. … Wer sich gegen die Gewalt auflehnt, lehnt sich gegen die Anordnungen Gottes auf; wer sich aber gegen diese auflehnt, zieht sich das Gericht zu“ (Röm 13,1ff).

Wenn der Staat seine Autorität hingegen missbraucht und die Bürger zu sündhaftem Verhalten anleitet, wäre Widerstand nicht nur erlaubt, sondern sogar geboten.

Liebe Gläubige, erheben wir unsere Augen zu Gott, bewahren wir einen übernatürlichen Blick! Gott lässt in seiner weisen und gütigen Vorsehung Epidemien und andere Unglücksfälle zu, um einerseits die Sünden der Menschen zu bestrafen, andererseits aber auch, um die Menschen zu Buße und Gebet, zur Rückkehr und vertrauensvoller Zuflucht zu Ihm zu bewegen.

Nehmen Sie auch Zuflucht zu den heiligen Sakramentalien, den gesegneten Andachtsgegenständen. Folgendes geschichtliches Beispiel möge Sie in Ihrem Vertrauen bestärken:

Während 1832 die ersten Wundertätigen Medaillen hergestellt wurden, wurde Paris von einer schrecklichen Cholera-Epidemie heimgesucht, die mehr als 20.000 Todesopfer forderte. Im Juni begannen die Töchter der Liebe mit der Verteilung der ersten 2.000 Medaillen, insbesondere an die Infizierten, welche die Krankenhäuser füllten. Die Heilungen häuften sich, ebenso besonderer Schutz vor der Krankheit und Heilung in seelischer Not. Es war überwältigend. Die Pariser Bevölkerung begann, die Medaille als „wundertätig“ zu bezeichnen.

„O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!“

„Du Heil der Kranken, bitte für uns!“

"Hl. Corona – bitte für uns!"

"Hl. Sebastian – bitte für uns!"

"Hl. Rochus – bitte für uns!"
 

Jaidhof, 19. März 2020

Pater Stefan Frey

Distriktoberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Österreich

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