100 Jahre Landesverweisung der Kaiserfamilie und 30. Todestag von Kaiserin Zita

08 März, 2019
Quelle: Distrikt Österreich
Kaiser Karl und Kaiserin Zita bei einer Feldmesse

Im März 2019 soll an zwei Ereignisse der österreichischen Geschichte besonders erinnert werden.

Nach dem völligen militärischen Zusammenbruch Österreich-Ungarns am Ende des 1. Weltkrieges verzichtete Kaiser Karl am 11. November 1918 „auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften“, ohne formell abzudanken. Tags darauf wurde die Republik Deutschösterreich proklamiert. Noch in der Nacht darauf verließ die Kaiserfamilie Wien und begab sich nach Schloss Eckartsau, wo sie bis zum 23. März verbleiben konnte. Dann erfolgte die Vertreibung des Kaisers, Kaiserin Zitas und der Familie aus Österreich. Vor dem Grenzübertritt in die Schweiz am 24. März 1919 widerrief Karl im Feldkircher Manifest seine Erklärung vom 11. November 1918. Anders als der deutsche Kaiser Wilhelm II. hat der österreichische Kaiser formell nie abgedankt. Dies führte zum Ausweisungsgesetz von 1919. „Im Interesse der Republik Deutschösterreich werden der ehemalige Träger der Krone und die sonstigen Mitglieder des Hauses Habsburg-Lothringen … des Landes verwiesen.“

Am 14. März 1989 verstarb im hohen Alter von 96 Jahren Kaiserin Zita im St. Johannesstift in Zizers in der Schweiz, in dem sie seit 1962 lebte. Am 1. April wurde ihre sterbliche Hülle in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt.

Karl und Zita waren von einer tiefen Herz Jesu-Frömmigkeit geprägt, folgende Worte des Kaisers kurz vor seinem Tod sind überliefert: „Es ist doch gut, das es ein Vertrauen auf das Heiligste Herz Jesu gibt. Sonst wäre das alles nicht zu ertragen.“ Und eines seiner letzten Worte an Kaiserin Zita war: „Im Herzen Jesu werden wir uns wiedersehen!“

 

Die vertriebene Kaiserfamilie im Exil