Die Übung der geistigen Kommunion

18. März 2020
Quelle: Distrikt Österreich

Die Übung der geistigen Kommunion

Die geistige Kommunion verleiht dem Menschen eine besondere Gnade, welche dem sakramentalen Empfang der hl. Kommunion am nächsten kommt. Sie vereinigt den Kommunizierenden mit Christus, bewahrt, entfaltet und kräftigt das Leben Gottes in uns. Sie gibt Stärke zur Bekämpfung der Versuchungen und Leidenschaften, tröstet im Kummer, entzündet eine heilige Freude in der Seele, tilgt die lässlichen Sünden und bewahrt vor Todsünden.

Die Lehre der Kirche

Das Konzil von Trient sagt: „Die, welche jenes himmlische Brot zu essen verlangen, werden infolge ihres lebendigen Glaubens dessen Frucht und Nutzen empfinden”, und an einer anderen Stelle: „Andere empfangen die Eucharistie nur geistigerweise, wie man sagt. Es sind das jene, die im Wunsch und Verlangen jenes Himmelsbrot genießen, beseelt von lebendigem ‘Glauben, der in der Liebe wirksam ist’ (Gal 5, 6). Durch solche geistige Kommunion sichern sie sich, wenn auch nicht alle, so doch sehr bedeutende Gnadenfrüchte. 

Papst Pius XII. macht darauf in seiner Enyzlika Mediator Dei aufmerksam: Die Kirche „wünscht vor allem, dass die Christen - besonders wenn sie die eucharistische Speise nicht leicht in Wirklichkeit empfangen können - sie wenigstens geistigerweise empfangen und zwar so, dass sie durch lebendigen Glauben, durch demütige und ehrfürchtige Hingabe an den Willen des göttlichen Erlösers in möglichst innigem Liebeseifer sich mit ihm verbinden.“

Das Zeugnis der Heiligen

Der hl. Alfons Maria von Liguori ermahnt die Gläubigen, die geistige Kommunion mehrmals am Tag zu praktizieren, vor allem, wenn sie das Allerheiligste Sakrament besuchen. Nach Meinung des Heiligen sind zwei Dinge nötig, um sie zu empfangen: Das erste ist der brennende Wunsch, den sakramentalen Jesus zu empfangen, und das zweite ist eine liebende Umarmung, als ob er schon empfangen worden wäre. 

Der hl. Johannes Bosco sagt: „Wenn ihr nicht sakramental kommunizieren könnt, übt wenigstens die geistige Kommunion, die in einem brennenden Verlangen besteht, Jesus in eurem Herzen zu empfangen. 

Der hl. Bernhard von Clairvaux gestaltete sein Leben als eine beständige Kommunion, als ein ständiges Leben in Christus und aus Christus. 

Der hl. Leonhard von Porto Maurizio schreibt: „Wenn du mehrfach am Tag diese hl. Übung machst, wird dein Herz sich im Lauf eines Monats vollständig ändern.” 

Die hl. Katharina von Siena pflegte zu sagen: „Wenn ich das Allerheiligste Sakrament nicht wirklich empfangen kann, dann gehe ich zur Kirche und schaue unverwandt auf Jesus in der Eucharistie, und das sättigt mich."

Die hl. Teresa von Avila schreibt: „Meine Töchter, wenn ihr die Heilige Messe hört, ohne zur Kommunion zu gehen, sucht die geistliche Kommunion und sammelt euch in euch selbst. Das ist eine überaus nützliche Praxis, und sie entzündet in euch die große Liebe Gottes“

Quelle: Telegram Kanal, Kirche St. Thomas v. Aquin