Mitteilungsblatt September 2017

Gott trösten angesichts „satanischer Pädophilenherrschaft“?! • Silbernes Priesterjubiläum von Pater Odermatt • Ankündigung: Nationale Wallfahrt nach Mariazell • Irland – Ein Blick in das Paradies! • Heimatprimiz von Pater Simon Merkle • „Gehet hin in alle Welt...“ • Porta Caeli strahlt dank Ihnen in neuem Glanz! • 100 Jahre Fatima – Vorboten des großen Sonnenwunders von Fatima • Beiträge zum Lutherjahr – Die hl. Eucharistie • Msgr. Marcel Lefebvre – Dem Evangelium entsprechend leben • Liturgischer Kalender • Termine und Ankündigungen • Exerzitien und Einkehrtage • Heilige Messen • Buch des Monats • Ohne Furcht

Gott trösten, angesichts » satanischer Pädophilenherrschaft «?!

Liebe Freunde und Wohltäter! 

„Europa und der Westen werden von satanischen Pädophilen kontrolliert.“[1] Diese provokative Äußerung Vladimir Putins mag mitunter propagandistischen Zwecken dienen, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass er damit den Finger in eine schwelende Wunde der westlichen Welt legt. Was von den politischen Eliten totgeschwiegen oder als Verschwörungstheorie abgetan wird, beruht leider auf bitteren Tatsachen.

Himmelschreiende Verbrechen und verschwundene Zeugen

Es sei bloß an den Fall Dutroux in Belgien mit seinen grausigen Leichenfunden erinnert.[2] Die im Verborgenen agierenden Pädophilenringe hatten dabei ihre Netze bis in die hohen Etagen der Politik erfolgreich ausgeworfen. Bis heute ist der Skandal nie wirklich aufgedeckt, geschweige denn aufgearbeitet worden. Zeugen, die bereit waren auszusagen, sind wiederholt „zufällig“ auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Inwieweit pädophile Netzwerke tatsächlich die Politik kontrollieren und wieviele Politiker in ihre Netze gegangen sind, sei hier offengelassen. Tatsache ist, dass gewalttätige Netzwerke, in welchen dunkle Machenschaften bis hin zu Kindesmissbrauch und satanischen Ritualmorden getrieben werden, einen realen und bestimmenden Einfluss auf die hohe Politik des Westens ausüben.

Könnte man ungehindert hinter die Kulissen blicken, wäre man wohl versteinert vor Entsetzen, bis zu welchem Abgrund des Grauens „der Fürst dieser Welt“[3] die Herrschaft an sich gerissen hat. Dessen Gewaltgier und Hass gehen eben so weit, dass er die wehrlosesten und unschuldigsten Geschöpfe Gottes als Mittel zum Ausbau seiner globalen Tyrannei einsetzt. Damit glaubt er, Gott und dessen von Ihm so sehr geliebte Geschöpfe sozusagen ins Herz zu treffen. Kinder zu schänden, zu quälen und zu ermorden – oft als Opfer zu Ehren Satans –, zählt zu den himmelschreiendsten Verbrechen, deren Opfer tiefste irreparable Schäden erleiden, die sie fürs Leben zeichnen. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Gender-Agenda hingewiesen, die im Grunde der gleichen Zielsetzung verpflichtet ist und sich kaum weniger verheerend auswirkt. Von denselben Eliten wird sie seit Jahren völlig undemokratisch und rücksichtslos in allen gesellschaftlichen Bereichen durchgeboxt.

Der Marxismus als verborgene Triebkraft des Niedergangs

Vladimir Putin benennt im o. a. Interview ganz richtig den moralischen und religiösen Niedergang des Westens als Ursache dieser Erscheinungen. Wir können heute erkennen, dass die kulturelle Revolution, die der Westen im letzten Jahrhundert durchgemacht hat, integraler Teil der kommunistischen Ideologie und Agenda war. So stößt man, wenn man nach den tieferen Wirkkräften der jüngeren geschichtlichen Entwicklung forscht, unweigerlich auf jene Ideologie, die heute alle Ebenen des gesellschaftlichen Lebens mehr und mehr beherrscht: den Marxismus sowohl in seinem totalitären als auch in seinem linksliberalen kulturrevolutionären Erscheinungsbild. Der Marxismus ist keineswegs nur eine „alternative“ Wirtschaftstheorie, er war von Anfang an eine a-theistische Ideologie, mit dem Ziel, die Welt der Herrschaft Satans zu unterwerfen.

100 Jahre nach Ausbruch der Oktoberrevolution bedürfte dieses Thema einer erneuten und vertieften Aufarbeitung. In der Novemberausgabe des Mitteilungsblattes soll darauf näher eingegangen werden, zumal U. L. Frau von Fatima vor ebenfalls 100 Jahren unmissverständlich vor den Irrtümern warnte, die Russland in der ganzen Welt verbreiten werde.

„Unseren Herrn trösten, der so sehr beleidigt wird“

Was kann der einfache Katholik angesichts solch grauenhafter Verbrechen tun? Fühlt er sich nicht zur Ohnmacht verurteilt gegen jene Eliten, die sich ihrer Herrschaft sicherer denn je fühlen? Auf politischer Ebene vielleicht ja! Und dennoch kann und muss er ein wesentliches Werk erfüllen. In Fatima wünschte die Gottesmutter Gebete und Opfer zur Sühne für die ausufernde Sündenflut, die Gott über alle Maßen beleidigt und die Menschheit verdirbt. Der hl. Francisco war vom Gedanken an Gott, der „so traurig ist wegen der vielen Sünden“, zutiefst beeindruckt. „Gott trösten“ durch gute Werke, v. a. Gebet und Aufopferungen, wurde zur Triebfeder für seinen raschen Aufstieg zu heroischer Heiligkeit in bloß zwei Jahren. Gefragt, ob er lieber unseren Herrn trösten oder die Sünder bekehren wolle, sodass niemand mehr in die Hölle komme, antwortete er: „Ich möchte lieber unseren Herrn trösten. Hast du nicht bemerkt, wie traurig U. L. Frau war, als sie sagte, dass die Menschen den Herrn nicht mehr beleidigen sollen, der schon so sehr beleidigt worden ist? Ich möchte unseren Herrn trösten und danach die Sünder bekehren, sodass sie ihn nicht mehr beleidigen würden.“ Als Lucia unter den hereinbrechenden Verfolgungen stark zu leiden hatte, tröstete Francisco seine Gefährtin: „Mach dir nichts draus! … Sie (Jesus und Maria) sind so traurig! Wenn wir sie mit diesen Opfern trösten können, wie glücklich dürfen wir dann sein.“

Jesus und Maria trösten! Mehr denn je tut dies heute not. Gott selbst wird dann Sorge tragen, die Menschen von den dem Satan ergebenen Pädophilencliquen zu befreien. Bei allen Sorgen und berechtigten Gebetsanliegen bleibt es erste und edelste Pflicht eines Geschöpfes, seinen Schöpfer zu ehren, und eben seinen beleidigten Schöpfer zu trösten. „Wie glücklich dürfen wir dann sein“, wenn wir dies begriffen haben!

Mit herzlichem priesterlichem Segensgruß

Ihr Pater Stefan Frey

[1] Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tlaHubJ-fKk&feature=youtu.be. Nach dem jüngsten Treffen Putins mit Trump erklärte ersterer, sie hätten damit die Grundlage für eine neue Ära der Zusammenarbeit gesetzt, wobei er ihr Gespräch als einen „riesigen Schritt vorwärts“ im Kampf gegen die gegenwärtige satanische pädophile Weltordnung beschrieb.
[2] Siehe z.B. Spiegel-online vom 21.10.1996: Rosa Ballett.
[3] Johannes 16,11.