Mitteilungsblatt November 2017

100 Jahre Kommunismus – Wer war Karl Marx? • Distrikt-Chronik von Österreich • Karl Marx – Genie oder Abgott? • Einkleidung eines neuen Ordensbruders • Sich Gott als Ganzopfer darbringen • 58 neue Seminaristen 34 „Gaudeamus igitur“ – Maturafeier am Institut Sancta Maria • Rede zur Maturafeier in Wangs • 100 Jahre Fatima – 100 Jahre Militia Immaculatae • 100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen sind höchst lebendig • Msgr. Marcel Lefebvre – Der Kodex der Vollkommenheit • Liturgischer Kalender • Mitteilungsblatt “Alles in Christus erneuern” • Termine und Ankündigungen • Exerzitien und Einkehrtage • Heilige Messen • Buch des Monats • Ehrlichkeit und Freimut

100 Jahre Kommunismus

Wer war Karl Marx?

Liebe Freunde und Wohltäter!

„Russland wird seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten, Kriege und Verfolgungen auslösen ...!“ – Diese düstere Prophezeiung der heiligsten Jungfrau Maria vom 13. Juli 1917 in Fatima (für den Fall, dass man auf ihre Wünsche nicht hören sollte), ist seit genau 100 Jahren bis zum heutigen Tag buchstäblich in Erfüllungen gegangen. Am 7. November 1917 – in Russland war es nach dem dort noch geltenden julianischen Kalender der 25. Oktober – brach in St. Petersburg die kommunistische Oktoberrevolution aus. Damit begann das dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte. Der Marxismus [1] trat in seinen verschiedenen Spielformen weltweit seinen Siegeszug an, der überall blutige Spuren unfassbarer Verwüstung und menschlichen Leides zurückließ. Heutzutage beherrscht er das gesamte politische (und kirchliche) Leben in nahezu allen Teilen unseres Erdballs, angefangen von den tyrannischen Regimen Chinas und Nordkoreas im Osten zu den Zersetzungen der gesellschaftlichen Strukturen und der Seelen durch die Genderideologie im Westen bis hin zu einem pseudochristlichen Marxismus, der das Verwüstungswerk in der Kirche fortsetzte und einen Papst sowie andere Kirchenfürsten antreibt, mit den ärgsten Kirchenfeinden linksradikaler Couleur zu paktieren. Keine Macht auf Erden konnte „die Bestie“ (Apk 13) bisher aufhalten und wird es auch in Zukunft nicht können. Denn nach Gottes Ratschluss und den klaren Worten U. L. Frau von Fatima wird dies nur eine ganz bestimmte himmlische Macht vermögen: das Unbeeckte Herz Mariä! Und zwar dann, wenn man ernsthaft beginnt, ihre Wünsche zu erfüllen, insbesondere wenn der Papst im Verein mit den Bischöfen Russland diesem Herzen weihen wird. Die Verheißung der Rettung ist den Menschen gegeben, an einem jeden liegt es, den Rettungsanker zu ergreifen, gemäß den Möglichkeiten, die die göttliche Vorsehung jeweils verleiht.

Aus gegebenem Anlass nden Sie in dieser Ausgabe des Mitteilungsblattes zwei Beiträge zum Marxismus. Der erste beschäftigt sich anhand biographischer Notizen mit dessen „Erfinder“ Karl Marx und untersucht, von welchem Geist er beseelt und getrieben war, der zweite mit dessen Wesen und geschichtlichen Auswirkungen.

Wir dürfen die bestimmenden dunklen Kräfte der vergangenen 100 Jahre aus unserem Blickfeld nicht ausblenden. Ohne Blick in die Geschichte kann niemand die Gegenwart verstehen, und wir sind gehalten, die „Zeichen der Zeit“ zu deuten. Selig, wer auf die Stimme der himmlischen Königin hört und ihre Anweisungen befolgt. Er wird im Frieden der Seele die Zeit der Prüfung bestehen, hoffnungserfüllt des größten Triumphes Mariä harren und erst noch wirksam dazu mitwirken!

Mit herzlichem priesterlichem Segensgruß

Pater Stefan Frey

[1] Die Päpste bezeichneten in ihren Rundschreiben den Marxismus, Kommunismus und Sozialismus als die schlimmste Häresie aller Zeiten, „in seinem innersten Kern schlecht“, als „satanische Geißel“, „tödliches Gift“ und „verderbenbringende Seuche, welche sich durch das Innerste der menschlichen Gesellschaft schleicht und dieselbe in größte Gefahr bringt“, als „Umsturz jeder gesellschaftlichen Ordnung, weil Vernichtung ihrer letzten Grundlagen“.