FSSPX Nachrichten & Veranstaltungen

Priesterweihen 2017

04. Juli, 2017

Wir präsentieren die verschiedenen Bildergalerien der drei Priesterweihen 2017 der nördlichen Hemisphäre für die Priesterbruderschaft St. Pius X.

Priesterseminar St. Pius X. - Ecône (Schweiz) am 29. Juni

Am 29. Juni 2017 hat Weihbischof Alfonso de Galarreta im Priesterseminar St. Pius X. - Ecône, 12 neue Priester geweiht: elf Franzosen und ein Spanier.

Tu es sacerdos in aeternum

Teil 1: Priesterweihen in Ecône

Teil 2: Neue Fotos von den Weihen

Teil 3: Ende der Zeremonie

 

Priesterseminar St. Thomas von Aquin - Dillwyn (USA): 7. Juli

Am 7. Juli 2017, dem Fest der hll. Cyril und Methodius, am ersten Freitag des Monats, wird der Generalobere Bischof Bernard Fellay, neun Priester, alle Amerikaner weihen. 

Bilder von den Priesterweihen in Dillwyn

Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. erinnerte in seiner Predigt an die große Würde des Priestertums:

„In der heiligen Eucharistie hat unser Herr ein Mittel gegeben, um sich selbst zu vermehren. Es gibt nur einen Jesus, mit einem Leib und einer Seele. Aber in jeder Hostie ist er ganz und gar anwesend, vollständig da. Er vermehrt sich selbst durch die Realpräsenz. Aber er verbirgt sich. Unseren Herrn erblicken wir im Priester, obwohl der Mensch, der der Priester ist, selbstverständlich bleibt, wer er ist. Unser Herr selbst ist der Priester und das Schlachtopfer. Es gibt nur einen Priester: Jesus. Jesus allein absolviert in der Beichte. In der Messe öffnet der Priester seinen Mund und sagt: ‚Das ist mein Leib‘. Jesus selbst spricht diese Worte. Diese Worte gehören nicht zu einem Menschen, sie gehören zu Jesus. Der Einzige, dessen Worte die Macht haben, hervorzubringen, was sie aussagen, ist Gott.

Wie schuf Gott in der Genesis? Durch das Wort. Durch seine Macht wird sein Wort Wirklichkeit. Diese Macht ist auch dem Priester verliehen worden, wenn er die Sakramente spendet. Wenn der Priester spricht, spricht aus ihm die ganze, unbegrenzte Heiligkeit Gottes. Die Hände des Priesters sind geweiht, geweiht, um Segen zu spenden. Es ist jenseits unseres Vorstellungsvermögens, welche Schätze der Herr seinen Priestern übergeben hat. Der Priester ist ein unergründbares Zeichen der Liebe Gottes. Der heilige Pfarrer von Ars, sagte einmal, dass wir aus Liebe sterben müssten, würden wir erkennen, was ein Priester ist.“

 

Priesterseminar Herz-Jesu - Zaitzkofen (Deutschland): 1. Juli

Am 1. Juli 2017, hat Weihbischof Bernard Tissier de Mallerais im Priesterseminar Herz-Jesu zwei neue Priester geweiht: ein Deutscher und ein Tscheche.

Bilder von den Priesterweihen in Zaitzkofen

Am Samstag, 1. Juli, dem Fest des kostbaren Blutes fand im kleinen, beschaulichen Dörflein Zaitzkofen wieder das jährliche Großereignis statt: die Priesterweihen im Priesterseminar der Priesterbruderschaft St. Pius X. Diesmal wurden zwei Priester geweiht.

Festlich geschmückt präsentierte sich das Schlossgebäude, welches die Räumlichkeiten für das Seminar bietet. Die Brüder und Seminaristen der Bruderschaft hatten den Schlosspark in eine Kathedrale unter freiem Himmel verwandelt: Hinter dem altehrwürdigen Gebäude, das als Hintergrundkulisse diente, wurde ein großes Zelt aufgerichtet, das den Altarraum für die Weihezeremonie bildete. Auf der angrenzenden Wiese wurden Bänke für die Austeilung der hl. Kommunion und für die etwa 2000 Gläubigen aufgestellt, die sich für die Weihen eingefunden hatten. Erstaunlich viele junge Familien mit Kindern und Jugendliche befanden sich unter den Anwesenden. Unter feierlichem Orgel- und Trompetenklang zogen der Weihespender, Mgr. Tissier de Mallerais, der Erste Assistent der Bruderschaft, Pater Niklaus Pfluger, 69 Priester und die Brüder und Seminaristen ein.

In seiner Predigt ging Mgr. Tissier de Mallerais auf die Bedeutung des Festes des Kostbaren Blutes und seine Verbindung zum Priestertum ein. Christus habe die Menschen durch das am Kreuz in höchster Liebe und Hingabe vergossene Blut erlöst. Er habe dem Vater so ein unendliches Opfer des Lobes dargebracht, aber auch ein Opfer der Sühne für die Sünden der Welt. Die Gerechtigkeit verlange Sühne für die Vergehen, und die Barmherzigkeit Gottes schenke uns den Erlöser. Als Priester seien die zukünftigen Priester berufen, die Menschen durch das Kostbare Blut Jesu zu reinigen, zu heiligen und zu retten. Dies geschehe vor allem durch das hl. Messopfer, wodurch das Opfer Jesu am Kreuz vergegenwärtigt und erneuert werde und die Verdienste Christi den Menschen zugewendet würden. Dies geschehe aber auch durch die Spendung der Sakramente, insbesondere der Taufe und der Beichte. Auch durch ihr persönliches Gebet und Opfer für die ihnen anvertrauten Seelen müssten die Priester an der Rettung der Seelen arbeiten. Der Bischof zitierte die Worte Mariens an die Seherkinder von Fatima: „Wenn ihr ein Opfer bringt, dann sagt: «O Jesus, es ist aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden, die gegen das unbefleckte Herz Mariens begangen werden.»“

Anschließend wurden die Weihekandidaten (ein Deutscher und ein Tscheche) vom Erzdiakon aufgerufen. Dieser wandte sich an den Bischof und sprach: „Hochwürdigster Vater, die heilige Mutter, die katholische Kirche verlangt, dass Ihr die hier gegenwärtigen Diakone zur Bürde des Priestertums erheben möget.“ Darauf fragte der Weihespender: „Weißt Du, ob sie würdig sind?“ Worauf der Erzdiakon erwiderte: „Soweit menschliche Gebrechlichkeit es zu erkennen vermag, weiß ich und bezeuge, dass sie der Bürde dieses Amtes würdig sind.“

Danach wandte sich der Bischof an das Volk und forderte es auf, man möge es vorbringen, wenn etwas gegen die Weihe eines der Kandidaten spreche. Anschließend wandte er sich an die Weihekandidaten und ermahnte sie zu einem keuschen und heiligen Leben. Er sprach: „Erkennet, was Ihr tut! Ahmet nach, was Ihr vollzieht! Wenn Ihr also das Geheimnis des Todes des Herrn feiert, so seid bedacht, in Euren Gliedern alle Laster abzutöten! … Der Wohlgeruch Eures Lebens sei eine Erquickung für die Kirche Christi.“

Sodann begaben sich die Weihekandidaten vor den Bischof und warfen sich zum Zeichen ihrer gänzlichen Hingabe an Gott auf ihr Angesicht nieder, während die Allerheiligenlitanei gesungen wurde.

Anschließend legte der Bischof jedem Kandidaten beide Hände auf, worauf alle anwesenden Priester ihnen ebenfalls die Hände auflegten. Dann stimmte der Bischof die Weihepräfation an und sprach die Worte der sakramentalen Form der Priesterweihe: „Verleihe, so bitten wir, allmächtiger Vater, diesen deinen Dienern die Würde des Priestertums; erneuere in ihren Herzen den Geist der Heiligkeit, damit sie das von Dir, Gott, empfangene Amt des zweiten Ranges festhalten und durch das Beispiel ihres Lebenswandels die Zucht der Sitten fördern.“

Dann zog der Bischof den Neupriestern jeweils die Stola über die rechte Schulter und legte sie kreuzweise übereinander mit den Worten: „Nimm hin das Joch des Herrn: denn Sein Joch ist süß und seine Bürde leicht.“

Danach legte er ihnen das Messgewand an und sprach: „Nimm hin das priesterliche Gewand, das die Liebe versinnbildet, denn Gott ist mächtig, Dir die Liebe vollkommen zu machen.“

Es folgte die Salbung der Hände der Neugeweihten mit folgenden Worten: „Weihen und heiligen mögest Du, o Herr, diese Hände durch diese Salbung und unsere Segnung. Damit alles, was sie segnen werden, gesegnet sei und was sei weihen werden, geweiht und geheiligt sei, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

Der Weihespender reichte im Anschluss daran jedem Neupriester den Kelch mit Patene und Hostie, wobei er sprach: „Empfange die Gewalt, das Opfer Gott darzubringen und Messen zu lesen, sowohl für die Lebenden als für die Verstorbenen, im Namen des Herrn.“

Nun brachten die neuen Priester zusammen mit dem Bischof ihr erstes hl. Messopfer dar und empfingen aus seinen Händen die hl. Kommunion. Vor dem Auszug spendeten die Neupriester den versammelten Gläubigen den allgemeinen Primizsegen. Nach dem Auszug konnten die Anwesenden noch den persönlichen Segen der frisch Geweihten empfangen.

Am nächsten Tag, Sonntag, 2. Juli, feierten die beiden Neupriester ihre Primizen. Einer von ihnen um 8:00 Uhr in der Seminarkapelle, der andere um 9:30 Uhr im Weihezelt vor einer zahlreich versammelten Gläubigenschar.

Quelle: Dirstrikt Deutschland