Katechismus: Von den Festen der Engel

2017
Quelle: Distrikt Österreich

An welchen Tagen feiert die Kirche Feste der Engel?

Die Kirche feiert am 29. September das Fest des hl. Erzengel Michael und aller Engel und am 2. Oktober das Fest der Schutzengel.

Warum ehrt die Kirche am Fest aller Engel besonders den hl. Erzengel Michael?

Die Kirche ehrt am Fest aller Engel besonders den hl. Erzengel Michael, weil sie ihn als Fürsten aller Engel und als ihren Schutzengel anerkennt.

Was müssen wir tun, um das Fest der Engel fromm zu begehen?

Um das Fest der Engel fromm zu begehen, müssen wir: 1. Gott für die ihnen verliehene Gnade danken, daß sie treu geblieben sind, während sich Luzifer und seine Anhänger gegen ihn auflehnten; 2. ihn um die Gnade bitten, ihre Treue und ihren Eifer für seine Herrlichkeit nachzuahmen; 3. sie verehren als Fürsten des himmlischen Hofes und als unsere Beschützer und Fürsprecher bei Gott; 4. sie bitten, unser Flehen vor Gott zu bringen und uns seine göttliche Hilf zu erwirken.

Welche Engel werden Schutzengel genannt?

Schutzengel werden jene Engel genannt, die Gott dazu bestimmt hat, uns zu behüten und auf dem Weg des Heils zu führen.

Wieso wissen wir, daß es Schutzengel gibt?

Daß es Schutzengel gibt, wissen wir aus der Heiligen Schrift und aus der Lehre der Kirche.

Welchen Beistand leistet uns der Schutzengel?

Der Schutzengel steht uns 1. durch gute Eingebungen bei und führt uns durch die Mahnung an unsere Pflichten auf dem Weg des Guten; 2. er bringt unsere Gebete vor Gott und erwirkt uns seine Gnaden.

Was müssen wir aus dem, was die Kirche über die Schutzengel lehrt, folgern?

Auf Grund dessen, was die Kirche bezüglich der Schutzengel lehrt, müssen wir dem lieben Gott immer dafür dankbar sein, daß er uns Engel als Beschützer gegeben hat, und auch den Engeln selbst für die liebevolle Sorge danken, die sie um uns haben.

Worin muß unser Dank gegen die Schutzengel bestehen?

Unser Dank gegen die Schutzengel muß in vier Dingen bestehen: 1. ihre Gegenwart zu achten und sie durch keine Sünde zu betrüben; 2. bereitwillig den guten Neigungen zu folgen, die Gott durch sie in unseren Herzen erweckt; 3. unsere Gebete mit größter Andacht zu verrichten, damit sie diese gut aufnehmen und Gott darbringen; 4. sie oft und mit Vertrauen in unseren Anliegen anzurufen, besonders in Versuchungen.

Quelle: Hl. Pius X., Kompendium der christlichen Lehre. Das Buch ist im Sarto Verlag erschienen und kann dort bestellt werden.