13. August - Hl. Hippolytus

13 August, 2018
Quelle: Distrikt Österreich

Gedächtnis des hl. Hippolytus, † 235 (oder 236) auf der Insel Sardinien, und des hl. Cassianus, † 304 zu Imola, Martyrer

Hippolytus wurde vom heiligen Laurentius getauft. Als er zu Hause gerade die heilige Eucharistie empfangen wollte, wurde er verhaftet und zum Kaiser Valerian geführt. Als er von diesem nach seiner Religionszugehörigkeit gefragt wurde, bekannte er sich freimütig als Christ. Darum wurde er mit Geißeln geschlagen. Als aber unter den Schlägen sein Glaube nur noch standhafter befunden wurde, da versuchte man es mit Geschenken und mit Versprechungen von Ehren. Da jedoch all dieses Zureden umsonst war, wurde er dem Präfekten zur Hinrichtung übergeben. Als dieser in das Haus des Hippolytus kam, um seinen Besitz zu beschlagnahmen, da merkte er, daß seine ganze Familie christlich war. Vergeblich suchte er sie vom christlichen Glauben abzuschrecken. Da ließ er zunächst Konkordia, die Amme des Hippolytus, die die anderen noch aufmunterte, mit Bleiruten geißeln und dann die übrigen außerhalb des Tiburtinischen Tores hinrichten. Hippolytus wurde von wilden Pferden über ein mit Dornen und Scherben bedecktes Gelände geschleift; sein Leib wurde ganz zerfleischt, und so gab er den Geist auf. Zusammen mit den andern wurde er vom Priester Justinus auf dem Veranischen Feld beigesetzt. Am gleichen Tage erlitt auch der Blutzeuge Kassian zu Imola ein grausames Martyrium. Man band ihm die Hände auf den Rücken und übergab ihn den Knaben, die er unterrichtet hatte, die ihn dann mit ihren eisernen Griffeln zerstachen und zerfleischten. Je schwächer ihre Kraft war, um so schmerzvoller und länger war seine Pein und sein Martyrium und um so glänzender seine Palme.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: laß uns durch das ehrwürdige Fest Deiner hll. Martyrer Hippolytus und Cassianus Mehrung unserer Hingabe und unseres Heils erfahren. Durch unsern Herrn.

Quellen: Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962